Showing posts with label Leipzig. Show all posts
Showing posts with label Leipzig. Show all posts

Oct 16, 2010

Erste Buchpublikation erschienen / First publication


Nach fast zwei Jahren Arbeit (v.a. für die HerausgeberInnen) ist es nun endlich soweit und mein Artikel über die Geschichte der Leipziger Buddhisten -- welche 1903 den ersten buddhistischen Verein Europas gründeten -- im deutschen Kaiserreich ist in dem Pionierwerk zur lokalen urbanen Religions- und Kulturgeschichte "Von Aposteln bis Zionisten: Religiöse Kultur im Leipzig des Kaiserreichs" erschienen. Herausgegeben wurde das Buch von Iris Edenheiser im Auftrag des re.form Leipzig e.V. im diagonal-Verlag Marburg (2010), http://www.diagonal-verlag.de/14n-buch.html. Inhaltsverzeichnis, Vorwort und eine Leseprobe finden sich auf der Seite rechts oben.
Mein Artikel hört auf den Titel: "'Einst suchte ich in der Welt das Glück...' - Buddhisten in Leipzig 1903 bis 1921. Im Buch finden sich ca. 20 populärwissenschaftlich gehaltene Artikel über interessante Gruppen jener Zeit, von Atheisten über Abstinenzler, Zeugen Jehovas, Völkische, Mormonen, Okkultisten, Naturheilkundler, Theosophen uvm.


Bei Interesse an dem Artikel kann sich bei mir gemeldet werden.

--------------------

It took almost two years, but finally my essay on Leipzig's Buddhists during the late imperial period -- in 1903 they founded the first Buddhist association in all of Europe -- got published in a book on "religious culture in imperial Leipzig", a pioneering work of research on local religious history in a modern urban context. The book was edited by Iris Edenheiser, a doctoral graduate from my institute at Leipzig University, and got published through diagonal Publishing House. All information on the publisher's website is in German only, as is the entire book. It features numerous articles on different deviant social and religious groups, such as Atheists, Jehova's Witnesses, Mormons, Theosophs, Occultists, Friends of Nature and many more.

Dec 7, 2008

What the Wild Strawberry Movement reminds me of

I have once had bright hopes that I could actually be witnessing a politics-changing movement. That was back in 2003, when we demonstrated against the war in Iraq on every Monday for about 7 weeks or so. At high, there were around 45,000 people participating in Leipzig only. But somehow, we grew tired, and our spirits faded. After all, you could see less and less people coming to our Monday's demonstrations. Sometimes, I wonder if at least we could change the hearts of those who walked with us. If no change in policy-making was possible, this would be some success already. But ever since, I did not see people change their behaviour. Maybe changes take their time.


Next occasion were our student protests against the introduction of study fees in Germany in the Winter of 2003/04. Those were pretty effective, since we up to date have no regular fees in Saxony. We even boycotted the university for one whole term, creating our own seminars in public places etc. That would be a great thing to see in Taiwan, too! We found a lot of friends and like-minded people those days, and we became creative in every way. Somehow, this transcended our normal form of existence as being the weakest part of the line that makes up the system of university education. However - this is almost 5 years past now, and I still see some of my fellow protesters around (it was my first term back then), and we share a special common bandage. But everyone needed to move on and get back to their studies, too. University politics are too difficult to handle just as bypart to continuing a regular student life.
I am still waiting for the next opportunity to try and change the system again. Meanwhile, I pray (not literally) for every other student movement that tries that way. I would like to be part of it. I wish you all the power and energy it takes.
It is important that you continue your movement. Who else will?

Oct 8, 2008

Alive and kicking


... I am. Currently investing more creative energy into my jobs at the university (preparing a tutorial on scientific research methods), being elected member of my faculty's student union, and this.
Things are going really great for our Sinology student's paper "Dianmo" 點墨, better than we could have hoped for. A lot of people offered their willingness to contribute articles, among them very interesting insights into the life of a German doctor working with the minority peoples in Yunnan, articles on Aids-orphaned kids in China and jokes in a cultural context, interviews with German expert and romancier Tilman Spengler, recipes and Chinese underground music bands.
There is much to expect yet, for we almost cannot squeeze all the articles offered to us in one issue. But that allows for duration into the foreseeable future, making our completely self-organized paper not the matter of one day only - hopefully.
Dianmo was founded 19 March, 2008, and has soon to see its 3rd issues (end of October). The name is derived from the saying 胸無點墨, literally to not have a drop of ink in one's chest, that is, to be totally uneducated (and thus uncultivated).
In my opinion, our best asset is pursuing things in a very inclusionist way. Everyone who wants to is welcome to contribute. The paper is thus more and more becoming a German-wide matter, with people from Köln, Berlin, Weimar... participating. To guarantee stability within this "open source"-approach, all threads connect at the center which is the permanent editorial staff, all students of Sinology at the University of Leipzig. While the idea is to be traced back to the original initiative of my good friend Frank Andreß, credits for the incredibly professional layout go to Thomas Baier (info here).
Comments and ideas are dearly welcomed any time!
We encourage everyone to help us make this a better paper!

Mar 3, 2008

Jay and Silent Mo - ein Blog, den die Welt noch nicht gesehen hat


Wie vor kurzem bereits angekündigt, hat ein weiteres Baby die unendlich weite Welt der Bits & Frames erblickt und macht sich tatkräftig daran, ihr ordentlich einzuheizen.

Was wir, Jay and Silent Mo, ausprobieren wollen, ist die Fusion zweier idealistischer Geister auf Augenhöhe und der gleichen Plattform. Was bisher nur in Form von email-Austausch stattfand, werden wir auf der große Bühne des öffentlichen Interesses vorführen. Beteiligen daran darf sich jeder, der den verständlichen Drang danach verspürt ;) - wir bitten geradezu darum!

Wir - das sind Moritz und ich, ein Philosoph und ein Taugenichts. Diese beiden teilen einen Großteil ihrer Ansichten, zu einem Streitgespräch wird es also nicht so leicht werden - es sei denn, ihr macht es daraus!
Das Bloggen wird ja erst in dem Moment spannend, in dem Dritte sich daran beteiligen und man als Autor also bemerkt, dass das eigenhändig Geschaffene auf Resonanz stößt!

Ich werde hier selbstverständlich weiterschreiben. Doch kann es sein, dass mir Blog Nr. 2 (oder Parallel-Blog, oder Hauptblog, oder Superblog) ein wenig die Puste rauben wird. Das wiederum hängt ebenfalls zu einem nicht geringen Teil von der hoch verehrten Leserschaft ab...


Und nun... Vorhang auf, Manege frei für einen ersten Vorgeschmack auf "Jay and Silent Mo", Auszug einer meiner emails an Silent Mo:



Namaste, Mitstreiter!


Eine "Innenansicht der gebeutelten afrikanischen Seele" könnte ich es überschreiben.
Das wäre idiotisch.
Unmenschlich.
Verwerflich.
Aber es wird gemacht.

Wenn wir nach den Ursachen und Umständen der politischen Dauerkrise des subsaharischen Afrika Ausschau halten, kommen wir um eine grobe Einteilung in zwei Problemfelder nicht herum.
Ich würde sie vorläufig als "innere" und "äußere" Faktoren bezeichnen.


Was "außen" bedeutet, liegt auf der Hand. Das politische Afrika schwebt nicht im luftleeren Raum, ebensowenig wie seine Geographie von einer sogenannt "Ersten Welt" abgetrennt wäre. Aufgrund seines Resourcenreichtums ist es vielmehr Gegenstand verschiedenster Interessen anderer Staaten oder sonstig organisierter Vereine.
Das ist die eine Seite des Problems: Welche Rolle spielen Akteure von außerhalb des "schwarzen" Kontinentes? Inwiefern lässt sich an innerafrikanischer Politik der Stempelabdruck äußerer Einflusse und Machenschaften ablesen?
Das ist ein gleichzeitig leichtes und teuflisch schweres Unterfangen, weil sich das Augenmerk auf so viele Ebenen richten muss, von denen einige perfekt einsehbar sind, andere wiederum wohl nur den unmittelbar Beteiligten bekannt - und vielleicht auch dann nur in Details.
Unterhalb der offiziell zwischenstaatlichen gibt es ja noch diverse halblegale, illegale oder vollkommen verschwiegene Ebenen.

Beispiel Waffen: Es gibt eine Reihe deutscher Unternehmen, die mit Waffentechnologie gutes Geld verdient. Natürlich nicht in direkten Geschäften mit afrikanischen Diktatoren. Aber vielleicht mit ukrainischen Paramilitärs. Welche eventuell "Aufträge" in afrikanischen Krisenregionen unternehmen.
Man fragt: Woher kommt denn das ganze Kriegsgerät? Gewiss nicht von hier, oder?
Der Genozid von Rwanda 1994 ist zum großen Teil mit Macheten aus chinesischer Produktion ausgeführt worden. Selbst wenn die chinesische Regierung sie nicht direkt dorthin verkauft hat, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sie von den Geschäften gar nichts gewusst hat. Das Ausland (bzw. eigentlich müsste man sagen, Unternehmen aus dem Ausland) verdienen aber nicht allein an Waffenverkäufen. Sie bekommen im AUstausch auch teure Rohstoffe zu einem Spottpreis.

Da ist es nur natürlich, dass sie an einem Fortführen der Kämpfe in rohstoffreichen Gebieten interessiert sind. Denn neben einem beständigen Bedarf an Waffen sichert die instabile Lage mit wechselnden Machthabern auch die Inoffizialität und das Nebulöse der Geschäfte. Was in meinen Augen wesentliches Merkmal und ein Grund für die Erfolgsgeschichte solcher Transaktionen ist.